ardinien steht für türkisblaues Meer, einsame Buchten, wilde Landschaften und kleine Orte, in denen das Leben noch etwas langsamer läuft. Doch die Insel lässt sich nicht nur am Strand entdecken. Wer Sardinien einmal von einer ganz anderen Seite erleben möchte, findet im Herzen der Insel einen besonderen Ort: Sa Mola Experience.
Hier geht es nicht um einen klassischen Campingplatz und auch nicht um ein gewöhnliches Hotel. Bei Sa Mola schläft man mitten in einem Olivenhain – in einem Vintage-Wohnwagen, einem Tipì oder einem kleinen Häuschen zwischen den Olivenbäumen. Dazu kommen regionale kulinarische Erlebnisse, bei denen auch vegane Speisen angeboten werden.
Glamping auf Sardinien bekommt hier eine ganz eigene Bedeutung: weniger Luxus im klassischen Sinn, dafür mehr Natur, Ruhe, Authentizität und echtes sardisches Lebensgefühl. Und genau diese Verbindung aus Natur, sardischer Tradition, regionalen Produkten und veganem Genuss macht Sa Mola Experience auch für alle interessant, die Sardinien bewusst und nachhaltig entdecken möchten.
Sa Mola – wo Olivenöl und Gastfreundschaft zusammengehören
Sa Mola befindet sich in Escolca im Sarcidano, im Herzen Sardiniens, auf rund 416 Metern Seehöhe. Die Gegend ist deutlich ruhiger als die bekannten Küstenorte und bietet einen ganz anderen Blick auf die Insel. In der Umgebung liegen unter anderem bedeutende Nuraghenstätten wie Serri, Orroli, Barumini und Isili.
Die Geschichte von Sa Mola reicht weit zurück. Bereits seit 1913 beschäftigt sich die Familie mit dem Olivenanbau. Heute wird der Betrieb bereits in der vierten Generation geführt. Angebaut werden unter anderem die sardischen Olivensorten Bosana, Tonda di Cagliari und Pizz'e Carroga.
Diese Verbindung zur Landwirtschaft ist überall spürbar. Sa Mola ist deshalb nicht einfach nur eine Unterkunft. Der Aufenthalt ist gleichzeitig eine kleine Reise in die sardische Olivenölkultur.
Übernachten unter jahrhundertealten Olivenbäumen
Das Besondere an der Sa Mola Experience ist die Lage.
Statt morgens auf einen Hotelparkplatz oder eine Häuserfront zu blicken, wacht man hier mitten in der Natur auf. Die Unterkünfte befinden sich zwischen den Olivenbäumen und sind bewusst einfach und individuell gestaltet.
Die verschiedenen Unterkünfte tragen die Namen sardischer Olivensorten und greifen damit die Geschichte des Hofes auf.
Vintage-Wohnwagen – zurück in die 70er-Jahre
Wer es außergewöhnlich mag, kann in einer restaurierten Vintage-Wohnwagen übernachten.
Die Wohnwagenn sind im Stil vergangener Jahrzehnte eingerichtet und werden mit Solarleuchten beleuchtet. Elektrischen Strom gibt es in den Wohnwagenn nicht – genau das macht einen Teil des Erlebnisses aus.
Bett, Matratze, Bettwäsche und Kissen sind vorhanden. Dusche und WC befinden sich in einer angrenzenden Struktur. Eine Solardusche sorgt für die nötige Erfrischung unter freiem Himmel.
Der Aufenthalt in den Wohnwagenn ist derzeit auf maximal eine Nacht ausgelegt und kann mit zusätzlichen Angeboten wie einem Picknick beziehungsweise Apericena und Frühstück kombiniert werden.
Das ist definitiv kein klassischer Hotelaufenthalt – und genau darin liegt der Reiz.
Schlafen im Tipì
Noch ursprünglicher wird es im Tipì.
Die Zelte verbinden die traditionelle Form eines Tipì mit einer erhöhten Holzkonstruktion. Dadurch entsteht eine Mischung aus Zelt, Naturerlebnis und gemütlichem Rückzugsort.
Das Tipì ist für maximal zwei Personen ausgelegt.
Hier geht es vor allem darum, den Alltag für einen Moment hinter sich zu lassen. Kein Fernseher, kein klassisches Hotelzimmer und keine Reizüberflutung – stattdessen Natur, Wind, Geräusche der Umgebung und der sardische Sternenhimmel.
Ein Baumhaus mitten im Olivenhain
Eine besonders romantische Möglichkeit ist die Casetta sull'Albero, das kleine Baumhaus.
Die Holzkonstruktion befindet sich zwischen zwei Olivenbäumen und ist etwa 250 × 250 Zentimeter groß. Im Inneren warten Matratze, Bettwäsche und Kissen. Auch hier befindet sich das private Badezimmer in einer angrenzenden Struktur, während draußen eine Solardusche zur Verfügung steht.
Allein die Vorstellung, abends zwischen den Olivenbäumen einzuschlafen und morgens mit Blick auf die Natur aufzuwachen, macht diese Unterkunft zu etwas Besonderem.
Nicht nur schlafen – Sa Mola ist ein Erlebnis
Was Sa Mola von vielen anderen Glamping-Unterkünften unterscheidet, ist die Verbindung von Übernachtung und Oleotourismus.
Die Familie zeigt Besuchern ihren Betrieb und erzählt die Geschichte der Olivenölproduktion – von der Ernte bis zur Verarbeitung und Abfüllung. Bei Führungen geht es auch um die unterschiedlichen Methoden der Ölgewinnung und die Entwicklung des Familienbetriebs.
Anschließend kann man zwischen den Olivenbäumen verschiedene Öle probieren und die Produkte mit regionalen Spezialitäten kombinieren.
So wird aus einer Übernachtung schnell ein kompletter Sardinien-Moment.
Auch vegan genießen bei Sa Mola
Für alle, die sich vegan ernähren, gibt es bei Sa Mola ebenfalls passende Möglichkeiten. Bei den kulinarischen Angeboten werden vegane Speisen angeboten, sodass auch Gäste, die auf tierische Produkte verzichten, die sardische Küche und die regionalen Spezialitäten genießen können.
Gerade bei einem Aufenthalt wie diesem gehört gutes Essen für mich einfach zum Erlebnis dazu. Statt anonymer Hotelküche stehen bei Sa Mola regionale Produkte und die sardische Genusskultur im Mittelpunkt.
Besonders spannend ist dabei natürlich das Olivenöl aus eigener Produktion, das bei verschiedenen Verkostungen und kulinarischen Angeboten eine wichtige Rolle spielt. So lässt sich die sardische Küche auch vegan entdecken – authentisch, regional und mit viel Geschmack.
Wer sich vegan ernährt, sollte bei der Reservierung beziehungsweise vor der Anreise kurz angeben, dass eine vegane Verpflegung gewünscht ist, damit die Gastgeber die entsprechenden Speisen einplanen können.
Sardinisches Olivenöl erleben
Olivenöl ist auf Sardinien weit mehr als nur eine Zutat.
Es gehört zur Kultur und zur traditionellen Küche der Insel. Bei Sa Mola wird diese Verbindung besonders deutlich, denn die Familie beschäftigt sich seit mehr als hundert Jahren mit dem Anbau und der Verarbeitung von Oliven.
Neben dem klassischen nativen Olivenöl extra werden auch aromatisierte Öle hergestellt, die mit typischen Kräutern und Pflanzen der Region kombiniert werden.
Für Besucher bedeutet das: Man übernachtet nicht einfach irgendwo zwischen Olivenbäumen, sondern bekommt gleichzeitig einen Einblick in die Geschichte und Tradition eines sardischen Familienbetriebs.
Nachhaltigkeit statt Luxus
Glamping wird häufig als Kombination aus Camping und Luxus beschrieben. Bei Sa Mola würde ich den Begriff allerdings etwas anders verstehen.
Hier steht nicht der Luxus eines Fünf-Sterne-Hotels im Vordergrund.
Der Luxus besteht vielmehr darin, Zeit zu haben.
Zeit für einen Spaziergang durch den Olivenhain.
Zeit für ein Picknick bei Sonnenuntergang.
Zeit für ein Glas Wein.
Zeit, den Sternenhimmel zu beobachten.
Und Zeit, morgens einfach einmal dem Wind in den Olivenbäumen zuzuhören.
Auch bei den Experience-Angeboten spielt Nachhaltigkeit eine Rolle. Sa Mola verwendet beispielsweise bei den Verkostungen Glas- und Keramikgeschirr und möchte damit bewusst auf Einwegmaterialien verzichten.
„Manchmal braucht es nicht mehr als einen Olivenhain, den Duft Sardiniens und eine Nacht unter dem Sternenhimmel, um die Insel ganz neu zu erleben.“
Für wen ist Sa Mola Experience geeignet?
Sa Mola ist vor allem für Reisende interessant, die Sardinien abseits der großen Touristenorte kennenlernen möchten.
Besonders gut passt der Ort zu:
Wer dagegen Klimaanlage, eigenes Badezimmer direkt im Zimmer, WLAN und klassischen Hotelkomfort erwartet, sollte wissen, dass das Konzept von Sa Mola bewusst anders funktioniert.
Hier steht das Naturerlebnis im Mittelpunkt.
Ein Glamping-Erlebnis für alle, die Sardinien fühlen möchten
Sa Mola Experience zeigt, dass man Sardinien nicht immer mit dem Mietwagen von Strand zu Strand entdecken muss.
Manchmal reicht ein Olivenhain.
Ein kleines außergewöhnliches Zuhause für eine Nacht.
Ein gutes sardisches Produkt.
Und die Ruhe, die man im normalen Urlaubsalltag viel zu selten findet.
Wer Sardinien einmal abseits der bekannten Küsten erleben möchte, sollte Sa Mola Experience deshalb auf seine persönliche Liste setzen.
Die Glamping-Unterkünfte sind laut aktueller Information vom 1. April bis 30. September verfügbar. Für Informationen und Reservierungen empfiehlt es sich, direkt bei Sa Mola nach den aktuell verfügbaren Unterkünften und Angeboten zu fragen.
AURELA-TIPP
Auch für Veganer ist Sa Mola Experience interessant. Bei den angebotenen Verkostungen und kulinarischen Erlebnissen lohnt es sich, bei der Buchung nach veganen Speisen und einer pflanzlichen Variante zu fragen. Gerade die Kombination aus regionalen sardischen Produkten, Olivenöl, frischem Gemüse, Brot und typischen Zutaten der Insel kann zu einem besonderen veganen Genussmoment werden.
Wenn du sowieso das sardische Landesinnere erkundest, lässt sich Sa Mola wunderbar mit weiteren Sehenswürdigkeiten im Sarcidano verbinden. Besonders interessant sind die Nuraghenlandschaften rund um Serri, Orroli, Isili und Barumini.
Denn genau das macht für mich Sardinien aus: Nicht nur dort hinfahren, wo alle hinfahren – sondern auch einmal abbiegen und entdecken, was abseits der bekannten Wege liegt.
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